Eine teuflischen Ausstellung
Hochschule Anhalt (FH) Dessau
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Konzeption und Gestaltung
Steffi Holz


Hochschule
Hochschule Anhalt (FH) Dessau

Jahr
2005

Beratung
Prof. Gerald Christ
Prof. Joachim Krause

Beel­ze­bub, Satan, Luzi­fer, Baal, Anti­christ, Mephisto, Prinz der Täu­schung oder Fürst der Welt – der Teu­fel hat unzäh­lige Namen und min­des­tens ebenso viele Gesich­ter. Er ist der ewige Ver­füh­rer und das per­so­ni­fi­zierte Böse, wel­ches jeder­zeit opu­lent und facet­ten­reich in Erschei­nung tritt.   Steffi Holz recher­chierte in ihrer Diplom­ar­beit die Geschichte des Teu­fels sowie Aus­drucks­for­men und sym­bo­li­sche Funk­tion des Bösen in Kul­tur, Medien und unse­rer gegen­wär­ti­gen Gesell­schaft. Ent­stan­den ist ein zwei­hun­dert­sei­ti­ges Buch, wel­ches die Grund­lage für die Idee zu einem Aus­stel­lungs­kon­zept mit den beglei­ten­den Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­dien bil­det. Die Diplom-Designerin kon­zi­pierte eine Wan­der­aus­stel­lung mit zahl­rei­chen Gemäl­den, Druck­gra­fi­ken und Plas­ti­ken von Künst­lern ver­schie­dens­ter Epo­chen sowie Wer­ken aus Lite­ra­tur, Musik, Film und Wer­bung in denen das Phä­no­men Teu­fel ver­ewigt wurde. Die Aus­stel­lung mit dem Titel „Fürst der Welt – Der Teu­fel hat viele Gesich­ter“ hat den Anspruch sich ernst­haft an das Thema anzu­nä­hern, Vor­ur­teile über die Teu­fels­fi­gur zu wider­le­gen und ein mög­lichst brei­tes Publi­kum zu errei­chen.   Der Teu­fel hat viele Gesich­ter, was hin­sicht­lich der Ent­wick­lung eines erfolg­rei­chen Cor­po­rate Design hin­der­lich sein müsste, sich jedoch über­ra­schen­der­weise als Vor­teil erweist. Das Logo der Aus­stel­lung ist ein prä­gnan­tes Zei­chen, das Frei­raum für Inter­pre­ta­tio­nen lässt. Das Herz ist immer noch das ein­deu­tigste und uni­ver­sellste Sym­bol für Ver­füh­rung. Ein stän­di­ges „Ver­spre­chen nach mehr“ hängt in der Luft. Das gesamte Cor­po­rate ver­zich­tet auf tra­di­tio­nierte Sym­bole, setzt aber auf eine gewohnt-kräftige Far­big­keit. Das Ein­füh­rungs­pla­kat macht auf die Aus­stel­lung auf­merk­sam. Es ent­hält kei­nen Erläu­te­rungs­text und gibt dadurch das Rät­sel nach dem Absen­der auf. Die spä­tere Pla­kat­reihe mit den Lieb­lings­ver­wand­lun­gen des Teu­fels infor­miert über die Aus­stel­lung. Die ver­schie­de­nen Maß­nah­men erhal­ten durch Flyer und Ein­la­dungs­kar­ten ihren Zusam­men­hang. Neben die­sem Infor­ma­ti­ons­ma­te­rial ent­stan­den Ein­tritts­kar­ten, Geschäfts­aus­stat­tung, T-Shirts und ein in rotem Samt gebun­de­ner Aus­stel­lungs­ka­ta­log.   Da ein span­nen­des Aus­stel­lungs­kon­zept mit einem inter­es­san­ten Cor­po­rate Design ent­stand, liegt der Wunsch der Diplom-Designerin nahe, die Aus­stel­lung mit sämt­li­chen Begleit­me­dien zu rea­li­sie­ren. Wer weiß, viel­leicht mel­det ja ein Museum Inter­esse am Teu­fel an…