Branche: Kommunen
Agentur:
Pressemitteilung
16.7.2009


Hochkarätige Jury wählt neues Markenzeichen für Offenbach




Offenbach ist nicht Frankfurt, soviel ist klar. Aber was ist Offenbach wirklich? Wie wird die Stadt von außen gesehen? Wie sehen die Offenbacher Bürgerinnen und Bürger ihr Zuhause. Und wie will Offenbach in Zukunft verstanden werden? Um all diese Fragen ging es im Gestaltungswettbewerb für ein neues Erscheinungsbild der Stadt. Unter der Leitung von Klaus Hesse, Professor für konzeptionelle Gestaltung an der Hochschule für Gestaltung (HfG) in Offenbach, beteiligten sich 36 Studierende mit 40 Entwürfen. 25 gelangten in die Endausscheidung. Die Ergebnisse stehen nun öffentlich zur Diskussion.

 

Eine hochkarätige Jury unter der Leitung des Designers Uwe Loesch (Bergische Universität Wuppertal) hatte eine Wahl zu treffen zwischen 25 Präsentationen, die neben einer Wort-Bildmarke als neues Logo auch Gestaltungsvorschläge für städtische Publikationen, Marketing-Artikel und das Internet-Portal der Stadt enthielten. „Ich bin guter Hoffnung, dass wir unser 32 Jahre altes Logo durch ein nachhaltiges und qualitätsvolles Logo ersetzen werden“, so Oberbürgermeister Horst Schneider. Er gehörte der Jury ebenso an, wie Regina Preis, Sprecherin der Stadtwerke Offenbach Holding, Kai Bergmann (Bergmannstudios Frankfurt) und Sascha Lobe (L2M3 Kommunikationsdesign Stuttgart).

 

„Ich hatte noch einen so großen Kurs zu einem solch komplexen Thema“, so Projektleiter Professor Klaus Hesse. Seine Kursteilnehmer, allersamt Studierende des Hauptstudiums (4. bis 12. Semester) hörten Impulsvorträge und beschäftigten sich mit den Logos anderer Städte. Die Mehrheit der Teilnehmer beschäftigte sich erstmals mit der Konzeption von Corporate Design. Hesse: „Ich denke, sie haben die Stadt neu erlebt.“ 

 

Intensiv beschäftigten sich die Wettbewerbsteilnehmer mit Offenbach, sprachen mit Bürgerinnen und Bürgern, nahmen die Atmosphäre auf, reflektierten Vergangenheit und Gegenwart der Stadt, die sich in vielerlei Hinsicht in einem dynamischen Wandel befindet – ausgelöst vor allem durch den Zuzug von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und durch den wirtschaftlichen Umbruch von der einstigen Industriestadt zu einem modernen Dienstleistungsstandort.

 

Der Sieger-Enwturf

Der Bearbeitungsraum erstreckte sich über das komplette Sommersemsester 2009. Gewonnen hat ein Entwurf von Lukas Wagner. Jury-Vorsitzender Loesch: „Offenbach hat ein neues Vorzeichen. Das Zeichen ist originell und prägnant. Es ist aufmerksamkeitsstark und unverwechselbar. Scheinbar dreidimensional beschreibt es ein Ereignisfeld und definiert eine Rahmenhandlung. Im Sinne einer Ortsbestimmung ist es offensichtlich, obwohl es zugleich irritierend einen Raum nur vortäuscht. Auf Grund seiner Einfachheit bleibt es zeitlos modern. Andererseits wissen wir von Lukas Wagner, dass er sich im weitesten Sinne von Rudolf Kochs Schrift »Offenbach« inspirieren ließ. Diese Vergegenwärtigung der Schriftgeschichte in Verbindung mit der berühmten Schriftgießerei der Gebrüder Klingspor in Offenbach wird allerdings (leider) nur wenigen Schriftkundigen angesichts des einsamen Zeichens auffallen. Jüngere Zeitgenossen werden das Zeichen für eine Sprechblase halten – das wäre schön!“

 

Der Kursleiter Prof. Klaus Hesse meint dazu: »Offenbach ist keine geleckte Vorzeigestadt. Sie hat Ecken und Kanten. Krieg und Wiederaufbau haben deutlich ihre Narben hinterlassen. Trotzdem hat sich Offenbach in der mehr als tausendjährigen Geschichte eines bewahrt: Gestern wie heute bietet die Stadt offenherzig ihre Gastfreundschaft an. Das neue Zeichen von Lukas Wagner verzichtet bewusst auf das bisherige Kennzeichenkürzel. Das »O« steht für eine offene Tür und für die Gemeinschaft der verschiedenen in Offenbach heimisch gewordenen Kulturen. Es bildet so ein spezifisches Abbild der Globalisierung. Der Bezug zu den in Offenbach ehemals ansässigen jüdischen Schriftkünstlern Berthold Wolpe und seinem Lehrer Rudolf Koch, einer der bedeutensten Schriftzeichner der 20er Jahre, wurde gesucht, um der Stadt ihre verlorenen Werte zurückzugeben«.

 

Die vorgestellten Konzepte seien ausgesprochen professionell, lobt Loesch die Arbeiten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Wettbewerbsinitiator Matthias Müller, Leiter des Amtes für Öffentlichkeitsarbeit, sprirch von einem interessanten Prozess, der gezeigt habe, wie junge Menschen Offenbach sehen. „Offenbach ist eine besondere Stadt, und das kommt in den verschiedenen Konzeptionen zum Ausdruck“, so Loesch. 

 

Die Gewinner

1. Preis (15.000 Euro): Lukas Wagner 

2. Preis (3.000 Euro): Stefanie Kurt 

3. Preis (2.000 Euro): Tetyana Kovalchuk 

4. Sonderpreise (je 500 Euro): Kathrin Polikeit und Carolin Senkel / Marco Gabriel, Arndt Poser und Maziar Rastegar









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