Marken bei Fusionen mehr beachten Quelle: handelszeitung.ch, 10.3.2010
Die krisenbedingte Zunahme von Akquisitionen und Fusionen beschleunigt den Markenschwund. Die Markenfrage wird bei Übernahmen jedoch meist spät oder zu wenig sorgfältig behandelt. Markenexperte Stephan Feige über die Bedeutung der Markenpflege bei Fusionen.
Die Anzahl Fusionen und Akquisitionen (M&A) steigt im angefangenen Jahr weiter. Wird der Trend zur Reduktion von Markenportfolios anhalten oder sich gar verstärken?
Stephan Feige: Das ist stark zu vermuten. Es gibt Unternehmensfusionen, bei denen die geführten Marken nicht angetastet werden, etwa wenn Anbieter in neue Märkte einsteigen und die dort geführten Marken der Grund für die Akquisition sind. In der Regel wird aber bei einer Akquisition oder einem Merger auch das Markenportfolio bereinigt, das heisst reduziert. Daneben wird der anhaltende Kosten- und Ertragsdruck auch ohne Unternehmensfusionen weitere Unternehmen dazu bewegen, noch fokussierter, also mit weniger Marken auf dem Markt aufzutreten.
Wie wird bei Fusionen und Übernahmen heute mit der Markenfrage umgegangen?