Mashroom




Konzeption und Gestaltung

Hendrik Schneider
Paul Schneider

Hochschule

Fachhochschule Mainz

Jahr

2010

Beratung

Prof. Robert Paulmann


Inhalt

Das Theater, der Mashroom, bietet jungen Kreativen Platz, sich auszutoben und auszutauschen. Somit wir der Dialog zwischen Personen mit verschiedenen Interessen gefördert. Er ist unter anderem Theater, Musikclub, temporäres Museum und interaktive Begegnungsstätte in einem. Einzige Bedingung ist das Mashup, das heißt das Mixen von verschiedenen Stilen. Weitere wichtige Grundsätze sind Interaktion und Variation. 

 

Durch dieses Konzept differenziert sich der Mashroom deutlich von bereits bestehenden Institutionen. Ziel ist es den Mashroom fest im Kulturbetrieb zu etablieren. 

 

Die Zielgruppe ist ein junges bzw. junggebliebenes Publikum, das kunst- und designorientiert ist und gerne ausgeht. 

 

Logo

Das Logo setzt sich aus den beiden verwendeten Hausschriften Georgia und Glypha zusammen. Durch eine diagonal verlaufende Linie wird der Schriftzug zerteilt und bildet trotzdem eine Einheit. Durch gefüllte Punzen gewinnt das Logo an Prägnanz und Wiedererkennungswert. 

 

Farben

Jeder Bereich (Musik, Kunst/Design, Aktion) bekommt eine Farbe, die je nach Veranstaltung kombiniert werden. 

 

Durch Überlappung entsteht dadurch zusätzlich eine Mischfarbe, die je nach Hintergrundbild variiert. Somit ist auf den ersten Blick schnell erfassbar, um welche Bereiche es sich bei der Veranstaltung handelt. 

 

Bilder

Es werden ausschließlich Bilder in Graustufen verwendet. Die Motive zeigen Menschen, die durch Weglassen oder Hinzufügen von Bildelementen in einen anderen Kontext gesetzt werden. Sie spiegeln den modernen und unkonventionellen Charakter des Mashrooms wider, der bewusst mit Sehgewohnheiten bricht. Ein Teil der Bilder wird zusätzlich zerschnitten und dadurch noch mehr entfremdet. 

 

Prinzip

Das Konzept des Mashup wird konsequenterweise auch in der Gestaltung wieder aufgegriffen. Bild- und Textelemente werden variabel eingesetzt, es gibt keine Vorgaben bezüglich Anordnung oder Größe. Trotz dieser flexiblen Gestaltung haben die Anwendungen einen hohen Wiedererkennungswert. 

 

Anwendungen

Um die Serienfähigkeit des Projekts zu überprüfen bewarben wir drei fikitive Veranstaltungen. Aus Platzgründen ist lediglich ein Teil der erstellten Anwendungen in der Galerie abgebildet. 

 

Prinzip Varation

Die Visitenkarten sowie die Geschäftspapiere werden jeweils aus einem großen Bogen geschnitten, der auf der Rückseite mit einem Bildmotiv bedruckt ist. Dadurch wird eine größere Varianz der Anwendungen geschaffen. 

 

Das Cover des Programmheftes entsteht durch Überlagerungen der Seitensegmente. Die abstrakte Form wird jeden Monat variiert. 

 

Die Anzeigen stechen durch ihre ganz spezielle Form, bestehend aus einer bedruckten Transparentfolie und dem darunterliegenden Schwarzweißbild, in Magazinen hervor. 

 

Die Homepage und der Spot verwenden je nach beworbener Veranstaltung die aktuellen Bilder und Farbflächen. 

 

Prinzip Interaktion

Auch die Anwendungen sollen zum Mitmachen anregen, dafür entwarfen wir unterschiedliche »interaktive« Flyer. 

 

Wir gestalteten zum Beispiel einen Hängeflyer, der auch ungewöhnlichen Stellen angebracht werden kann und sich dadurch von normalen Auslegeflyern differenziert. Aus einem weiteren Flyer wird beispielsweise durch Falten und Zusammenstecken ein räumliches und auffälliges Objekt, das Interesse weckt. Bei einem anderen Flyer werden erst durch das Abtrennen und Ineinanderstecken der Flyer-Einzelteile die Informationen darauf lesbar. 

 

Auch mit ausliegenden Stickern kann jeder selbst kreativ tätig werden. Durch individuelles Aufbringen entsteht ein eigenes Motiv. 

 

Die iPhone-Application ist als kostenloser Download auf der Webseite erhältlich. Die Anwendung umfasst drei Funktionen: das Abrufen des Spielplans, die Mash-It-Funktion und den Bilder-Upload. Die Mash-It Funktion erlaubt es dem Benutzer durch Schütteln des iPhones ein eigenes Hintergrundbild im Mashroom-Stil zu generieren. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, das erstellte Bild direkt in einen digitalen Bilderrahmen im Mashroom zu laden. Damit wird man Teil einer sich ständig erweiternden Medieninstallation. 

 

Eine weitere mögliche Installation ist ein interaktiver Großbildschirm, der beispielsweise in Schaufenstern der Innenstadt untergebracht ist. Der mit zwei Kameras ausgestattete Bildschirm mischt Bilder der vorbeilaufenden Passanten in Echtzeit zusammen und bringt diese dazu, mit dem Medium zu interagieren und weckt nicht zuletzt Interesse am Mashroom. 

 

Fazit

Der große Vorteil des Mashroom-Konzeptes ist, dass es unendlich ausbaubar ist. Jede erdenklichen Bereiche können miteinander kombiniert werden und somit etwas völlig Neues ergeben. Der experimentelle Charakter wird durch die ständig neuen Formen und das variable Layout unterstrichen, das dennoch einen hohen Wiedererkennungswert hat. 

 

Spot





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