Nation Branding: Good People, Great Nation
Fachhochschule Mainz
Nation Branding
Konzeption und Gestaltung
Lukas Weber
Christian Rau

Hochschule
Fachhochschule Mainz

Jahr
2011

Beratung
Prof. Robert Paulmann
Prof. Ulysses Voelker

Aus Sicht zweier Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­si­gner zu Abschluss ihres Stu­di­ums unter­sucht „Good People, Great Nation“ die Hin­ter­gründe und Moti­va­tion des Nation Bran­ding in Form einer visu­ell jour­na­lis­ti­schen Auseinandersetzung.  

 

Nation Bran­ding“ bezeich­net die Stra­te­gie, einem Staat durch Anwen­dung von Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­ni­ken aus der Mar­ken­tech­nik ein mit einer Han­dels­marke ver­gleich­ba­res Image zu ver­schaf­fen. Dies soll die Bekannt­heit die­ses Lan­des, aber auch das Ver­trauen im Aus­land posi­tiv beein­flus­sen – einer­seits um Tou­ris­mus, Exporte und Inves­ti­tio­nen aus­län­di­scher Unter­neh­mer zu för­dern, ande­rer­seits um in den poli­ti­schen Bezie­hun­gen zu ande­ren Staa­ten als posi­ti­ver Akteur wahr­ge­nom­men wer­den zu können.  

 

Ange­trie­ben durch ein gro­ßes Inter­esse an Design­pro­zes­sen in gesell­schafts­po­li­ti­schem Kon­text und der Frage nach der Wir­kungs­kraft des Sym­bo­lis­mus, erforscht die Arbeit die gegen­wär­ti­gen Abbil­der von Staa­ten und Natio­nen. Hierzu wer­den unter­schied­li­che Berei­che und gestal­te­ri­sche Berüh­rungs­punkte im Umfeld des Nation Bran­ding beleuch­tet, die einen unkla­ren Zustand abbil­den, der zwi­schen Iden­ti­tät und Bran­ding hin und her chan­giert: Wel­che his­to­risch ver­an­ker­ten und ste­reo­ty­pen Bil­der beschrei­ben eine natio­nale Iden­ti­tät? Wie kor­re­spon­diert diese mit ihrem jewei­li­gen Nation Brand? Wel­che Iden­ti­tä­ten und Images wer­den in einer zuneh­mend media­li­sier­ten und ver­netz­ten Gesell­schafts­struk­tur geschaf­fen, jen­seits der ver­meint­lich steu­er­ba­ren und kon­sis­ten­ten Bilder? In Form von unter­schied­li­chen Recher­che­samm­lun­gen, wer­den Text- und Bild­bei­spiele zu indi­vi­du­ell aus­ge­wähl­ten Unter­su­chungs­fel­dern im Span­nungs­feld zwi­schen Kli­schee und Pro­pa­ganda dargestellt.  

 

Good People, Great Nation“ hat dabei nicht den Anspruch einen ganz­heit­li­chen Über­blick über das Thema zu lie­fern. Viel­mehr ver­steht sich die Arbeit als Impuls zur visu­el­len Kon­fron­ta­tion mit polit­schen Dar­stel­lungs­for­men aus dem Blick­win­kel der Dis­zi­plin „Design Research“.  

 

Ziel der Arbeit ist es, einen offe­nen Dis­kurs her­bei­zu­füh­ren. Ver­tre­ter aus Poli­tik, Wirt­schaft, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaf­ten und Gra­fik­de­sign (u.a. Wally Olins, Daniel van der Vel­den, Ste­ven Hel­ler, Paula Scher, Andreas Koop) bezie­hen dabei aus unter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven Stel­lung zum Thema. Der initierte Dis­kurs soll hier­bei eine Diss­kus­si­ons­grund­lage zum Thema dar­stel­len und Ver­knüp­fungs­punkte unter den ver­schie­de­nen Dis­zi­pli­nen sicht­bar machen.  

 

Grund­ge­danke der Unter­su­chun­gen ist die Reflek­tion des Zusam­men­wir­kens ein­zel­ner Teil­neh­mer am Pro­zess des Nation Bran­ding. Dabei inter­es­siert ins­be­son­dere der Stel­len­wert des Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­si­gners inner­halb poli­ti­scher und gesell­schaft­li­cher Grund­struk­tu­ren, sowie die Frage der Posi­tion des Gestal­ters zwi­schen Ver­ant­wort­lich­keit und Wirtschaftlichkeit.

 

www.great-nation.org