Das Stadtmuseum Berlin richtet seine Dachmarke neu aus. Als sichtbares Zeichen bekennt sich das Museum mit seinen diversen Standorten (darunter das Märkische Museum und die Nikolaikirche) ab sofort zum neuen Namen Berlin Museum. Die Berliner Markenagentur Stan Hema begleitete den Markenprozess ganzheitlich: Von der Positionierung über das Brand Design bis hin zur Auftaktkampagne, die im September startet.
Die Marke öffnet sich
Hinter der Neuausrichtung steht das Ziel einer radikalen Öffnung, weg vom Image des vermeintlich verstaubten Geschichtsmuseums, hin zu einem Ort für alle. Das breite Kulturangebot und die Sammlung mit über 4,5 Millionen Objekten sollen sichtbar werden. Denn bis dato kennen zu wenige das Museum, geschweige denn wissen, was es zu bieten hat.
„Stadtmuseum Berlin? Wo ist das?“ Solche ehrlichen Rückmeldungen aus der Berliner Bevölkerung waren der Startschuss für eine intensive Zusammenarbeit. Zu Beginn des Prozesses wurden über einen Open Call Berliner:innen eingeladen, die bisherige Wahrnehmung der Marke kritisch zu diskutieren.
„Berlin steht bei uns an erster Stelle und das zeigt unser Name jetzt auch“, erklärt Sophie Plagemann, künstlerische Direktorin beim Berlin Museum.
Aus den vielen Gesprächen wurde deutlich: Berlin ist Kern der neuen Markenidentität. Mit all seinen Geschichten und Gegensätzen, die sich überlagern, widersprechen und nie ganz einig sind. Das Berlin Museum ist der Ort, wo genau das erzählt und weitergeschrieben wird, zusammen mit den Menschen, die hier leben. Und denen, die sich mit der Stadt verbunden fühlen.
„Berlin fordert heraus und fasziniert. Das Berlin Museum soll sich anfühlen wie Berlin selbst. Direkt, ein bisschen eigensinnig und immer offen für Menschen und Perspektiven“, sagt Lisa Geisler, Markenstrategin bei Stan Hema.
Ein Designsystem, das den Berliner Alltag widerspiegelt
Im neuen Design wird genau das spürbar. Die Vielschichtigkeit von Berlin lässt sich nicht in ein einziges Logo stecken. Das Berlin Museum tritt deshalb mit einer wandelbaren Wortmarke auf: Ihre Schriften wechseln und werden miteinander kombiniert.
„Für uns ist die Wortmarke das identitätsprägende Element für das Museum, sie ist direkt angedockt an die Realität unserer Stadt“, erklärt André van Rueth, Designer und Schriftgestalter bei Stan Hema. „Dafür haben wir Typografie aus dem Berliner Alltag gesammelt: von U-Bahnhöfen, ikonischen Gebäuden, bis hin zur Currywurstbude. Aus diesem Mix entstand ein Logosystem, das unterschiedlichste Berliner Schriften und Positionen miteinander in den Dialog bringt.“
Die neue visuelle Identität schlägt so bewusst Brücken zum Stadtbild und zur Stadtgeschichte. Das Designsystem lässt sich leicht und spielerisch für die Kommunikation der einzelnen Standorte anwenden und macht das Berlin Museum als gemeinsamen Absender immer klar erkennbar.
Der neue Markenauftritt beweist Mut zur Veränderung und zeigt, dass sich eine traditionelle Institution im Dialog mit der Stadtgesellschaft und einer kreativen Markenberatung neu erfinden kann.
„Die neue Marke Berlin Museum ist eine herzliche Einladung an alle, die hier leben und Berlin besuchen. Und wenn die neue Marke die Freundlichkeit, Klugheit und Leidenschaft der in diesem ‚Haus‘ arbeitenden Menschen auch nur annähernd vermittelt, dann haben wir richtig viel erreicht“, sagt Mathias Illgen, Geschäftsführer bei Stan Hema.
Die stadtweite Auftaktkampagne der neuen Marke startet im September 2026.




