Professur (W2) »Typografie«

FH Potsdam | Potsdam
23.7.2020



Die Fachhochschule Potsdam (FHP) ist eine innovative, zukunftsorientierte und praxisnahe Hochschule. Sie hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 1991 zu einer festen Säule in der Wissenschaftslandschaft der Region entwickelt. Derzeit ist es den Studierenden möglich, in 32 Bachelor-, Master- und Diplomstudiengängen mit beruflich nachhaltigen Perspektiven zu studieren. Mit 100 Professorinnen und Professoren betreuen wir zurzeit rund 3.800 Studierende. Die Professorinnen und Professoren werden dabei von etwa 250 weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützt. Die FHP gewährleistet überschaubare Strukturen, kleine Seminargruppen, Interdisziplinarität und eine enge Partnerschaft zwischen Lehrenden und Studierenden.

 

Im Fachbereich Design ist zum Wintersemester 2021/22 die Professur (W2) »Typografie« Kennziffer 31 / 2020 in Vollzeit mit einem Umfang von achtzehn Semesterwochenstunden Lehre zu besetzen.

 

Typografie formt aus Sprache und Inhalten sichtbare Gestalt. Für das Lehrgebiet »Typografie« sucht der Studiengang Kommunikationsdesign eine Lehrkraft, die ein konzeptuelles Verständnis von typografischer Gestaltung als kommunikative Kulturpraxis besitzt – im Analogen wie Digitalen. Das Lehrgebiet soll die regelkonforme Anwendung der Typografie in Referenz zu ihren historischen und handwerklichen Wurzeln ebenso vermitteln wie ihr experimentelles Potenzial als kontemporäre visuelle Äußerung.

 

Gesucht wird eine Persönlichkeit, die ein variantenreiches, zeitadäquates und medienübergreifendes künstlerisch-gestalterisches Werk mit typografischem Schwerpunkt anschaulich vorweisen kann. Sie ist mit den relevanten analogen wie digitalen Werkzeugen der typografischen Gestaltung vertraut. Sie vermag die individuellen Entwurfsmethoden introspektiv zu analysieren und darzulegen. Und sie besitzt ein kritisches Reflexionsvermögen hinsichtlich der kommunikativen Funktion typografischer Gestaltung sowie der gesellschaftlichen Relevanz gestalterischer Artefakte.

 

Neben einem hinsichtlich der eigenen künstlerischen Qualifikation sowie dem fachlichen Vermittlungsvermögen aussagekräftigen Portfolio erwarten wir einen Nachweis der pädagogischen Eignung anhand von Aufgabenstellungen und Arbeitsproben aus der eigenen Lehre sowie – spätestens zur Anhörung – ein Lehrkonzept, das den curricularen Bedingungen des Studiengangs »Kommunikationsdesign« am Fachbereich Design Rechnung trägt.

 

Das Lehrgebiet »Typografie« soll künftig mit zwei Lehrveranstaltungen für den ersten Studienabschnitt, einer Lehrveranstaltung für den zweiten bzw. dritten (Master) Studienabschnitt sowie zusätzlicher Werkstattpraxis vermittelt werden. Auf Nachfrage geben wir gern Auskunft zur Studienstruktur.

 

Designrelevante Fähigkeiten und Kenntnisse sollen im Bachelorstudiengang Kommunikationsdesign und Masterstudiengang Design anschaulich vermittelt werden. Entsprechende Lehrerfahrung in Gestaltungsstudiengängen werden vorausgesetzt und einschlägige Erfahrungen in der angewandten Forschung und Entwicklung sind erwünscht.

 

Das Konzept des Fachbereichs erfordert ein besonderes Maß an Integrations- und Teamfähigkeit, das Bekenntnis zur Selbstverwaltung, den Willen zur interdisziplinären Arbeit mit anderen Studiengängen und die Bereitschaft zur künstlerisch-wissenschaftlichen Tätigkeit. Lehrveranstaltungen, die sich an dem didaktischen Prinzip des forschenden Lernens orientieren werden vorausgesetzt. Zudem ist der Fachbereich bestrebt, neue didaktische Konzepte zu erproben und weiterzuentwickeln. Es wird erwartet, dass Lehrveranstaltungen auch in englischer Sprache sowie online-gestützte angeboten werden. Lehrerfahrung in Gestaltungsstudiengängen werden vorausgesetzt. Gleiches gilt für Engagement in der hochschulischen Selbstverwaltung.

 

Die FH Potsdam setzt sich für Perspektivenvielfalt und Chancengerechtigkeit ein und strebt in allen Bereichen eine ausgewogene Geschlechterrelation an. Für die Professur ist eine Finanzierung durch das Professorinnenprogramm III vorgesehen. Ziel des Professorinnenprogramms III ist es, die Gleichstellung von Frauen und Männern in Hochschulen zu unterstützen, die Repräsentanz von Frauen auf allen Qualifikationsstufen im Wissenschaftssystem nachhaltig zu verbessern und die Anzahl der Wissenschaftlerinnen in den Spitzenfunktionen im Wissenschaftsbereich zu steigern. Bewerbungen von Menschen mit Behinderungen werden bei gleicher Eignung und Befähigung bevorzugt berücksichtigt. Bitte weisen Sie auf eine Schwerbehinderung bereits in Ihrem Bewerbungsschreiben hin.

 

Die Einstellungsvoraussetzungen sind nach § 41 des Brandenburgischen Hochschulgesetzes ein abgeschlossenes Hochschulstudium, pädagogische Eignung, besondere Befähigung zu künstlerischer Arbeit und besondere Leistungen bei der Anwendung und Entwicklung künstlerischer Erkenntnisse und Methoden in einer mindestens dreijährigen beruflichen Praxis, von der mindestens zwei Jahre außerhalb des Hochschulbereichs ausgeübt sein müssen.

 

Bei Vorliegen der für eine Verbeamtung erforderlichen Voraussetzungen ist die Berufung in ein Beamtenverhältnis möglich. Im Falle einer erstmaligen Berufung auf eine Professur wird das Dienstverhältnis gemäß § 43 Abs. 1 BbgHG und § 35 Berufungssatzung der Fachhochschule Potsdam zunächst auf fünf Jahre befristet. Rechtzeitig vor Ablauf der Befristung wird ohne erneute Durchführung eines Berufungsverfahrens geprüft, ob eine Entfristung empfohlen werden kann.

 

Hinweis: Im Land Brandenburg beinhalten die W-Bezüge neben dem Grundgehalt zusätzliche Grundleistungsbezüge. Nähere Informationen dazu sowie zu den formalen Einstellungsvoraussetzungen des Brandenburgischen Hochschulgesetzes finden Sie unter: www.fh- potsdam.de/informieren/profil/stellenangebote.

 

Ihre Bewerbung umfasst den tabellarischen Lebenslauf, Zeugnisabschriften, Ihr künstlerisches Portfolio, ein Veröffentlichungsverzeichnis sowie Nachweise der Berufs- und Lehrtätigkeit. In Ihrem Portfolio wird die Qualität Ihrer Fertigkeiten und Fähigkeiten als Gestalter*in sowie Ihre internationale und interdisziplinäre Vernetzung ersichtlich. Bei einer Einladung zur Anhörung erwarten wir ein Lehr- und Forschungskonzept, das auf die Bedarfe und die Strukturen des Studiengangs reagiert. Im Lehr- und Forschungskonzept gehen Sie auf Ihre Lehr- und Forschungsschwerpunkte und -erfahrungen ein, stellen Ihre didaktischen Methoden vor und zeigen dies bspw. durch kommentierte Prozessabläufe, Beispiele von Aufgaben und Übungen sowie durch Ergebnisse von Lehrevaluationen.

 

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der o. g. Kennziffer bis zum 15.08.2020 an

 

Fachhochschule Potsdam
Dekanat des Fachbereichs Design
Kiepenheuerallee 5
14469 Potsdam



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